Woyzeck ist ein einfacher Mensch. Sein Soldatenlohn reicht bei Weitem nicht aus, um seine Freundin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind zu ernähren. Deshalb bleibt ihm nichts anderes, als sich etwas dazuzuverdienen: Er erledigt niedere Dienste für seinen Vorgesetzten und stellt sich fragwürdigen medizinischen Experimenten zur Verfügung – alles, um seiner Vorstellung vom kleinen, aber glücklichen Leben gerecht zu werden.

 

Für den Hauptmann und den Doktor ist Woyzeck nichts weiter als sozialer Abschaum, mit dem man spielen kann, wie es einem gefällt. Und Woyzeck kann sich nicht wehren, weil die soziale Abhängigkeit ihn unmissverständlich zu einem Mensch zweiter Klasse degradiert.

 

Einzig und alleine Marie gibt ihm Halt in seinem Leben, aber als die ihn mit dem Tambourmajor betrügt, ist er vollkommen alleine auf der Welt – und voller Wahn bereit, alle Verbindungen zu kappen.

 

„Woyzeck“, heute eines der meistgespielten und einflussreichsten Dramen der deutschen Literatur, wurde 1836 von Georg Büchner begonnen und blieb, nach seinem Tod 1837, als Fragment in mehreren Entwurfsstufen erhalten.

 

 

Unser Stück im Jahr 2019

Woyzeck

 

nach dem Dramenfragment von Georg Büchner (1837)

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